Das Attat-Spital in Zahlen
Ausgewählte Daten aus den Jahresstatistiken

Um allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Attat-Krankenhauses einen transparenten Einblick in die jährliche Arbeit bieten zu können, wird im Haus genau Buch geführt. In ihrer ohnehin kargen Freizeit erstellt die ärztliche Leiterin des Hauses, MMS-Schwester Dr. Rita Schiffer, aus den so gesammelten Daten für die Jahresberichte eine „Zahlen-Hitliste“ über die häufigsten Behandlungen und Operationen.
Hier präsentieren wir eine ausgewählte Reihe an Daten aus den jeweiligen aktuellen Jahresberichten, garniert mit einigen Jahres-Highlights aus dem Leben im und um das Spital herum.
Aus der Bilanz des Arbeitsjahres 2025
Im Jahr 2025 kamen 68.949 Patienten in die Ambulanz. Bei einer 5-Arbeitstage-Woche sind das durchschnittlich 264 Personen pro Tag. Die häufigsten Diagnosen waren Infektionen (Malaria an 9. Stelle), Magen-Darm- und Harnwegsprobleme. Zum Vergleich: 2023 waren es 99.425 Patienten mit denselben Diagnosen, ein Jahr zuvor (2022) waren es 95.490 Patienten, 2020 waren es 78.453.
Stationär aufgenommen wurden 2025 laut Jahresbericht 7.883 Patienten (2023: 9.599 | 2022: 9.734 | 2020: 10.140). Hauptgründe für die Aufnahme waren wie in den Jahren zuvor Geburten, gefolgt von Infektionskrankheiten aller Art. In Laufe des Jahres konnten 2.180 größere und 4.234 kleinere Operationen durchgeführt werden, am häufigsten Operationen wegen Gebärmuttersenkung (777) und Kaiserschnitte (665). Vergleich zu 2023: da waren es 2.400 größere und 6.300 kleinere Operationen, die wichtigste größere Operation waren Kaiserschnitte (861), die wichtigste kleinere Operation Zahnextraktionen (2.463).
Insgesamt gab es 1.944 Entbindungen, wovon 674 als kompliziert eingestuft wurden (2023: 3.315 Entbindungen, davon 1.135 kompliziert | 2020: 2.785 Geburten, davon 40 Prozent kompliziert).
Soweit ein paar aktuelle Vergleichsdaten, weitere Zahlen, beginnend im Jahr 2008, finden sich auf der deutschsprachigen Website des Attat-Spitals www.attat-hospital.de
Highlights im Jahr 2025
Das wichtigste Ereignis in Attat im Jahr 2025 abseits der Alltagsroutinen im Spital waren die Feierlichkeiten vor Ort im Rahmen des Jubiläumsjahres zur Ordensgründung „1925 – 2025 Medical Mission Sisters 100 Years of Healing Presence“. Zugleich wurde dabei in Attat auch der 90. Geburtstag von MMS-Schwester Inge Jansen gefeiert – sie ist eine der „Gründungs-Schwestern“ des Attat-Spitals (Link) und bringt sich trotz ihres hohen Alters an vielen Stellen im alltäglichen Krankenhausleben ein. Das Foto rechts zeigt Sr. Inge beim Vorbereiten von Patienten-Akten.


Besondere Freude bereitete im Sommer das Eintreffen des neuen, dank Spenden finanzierten „staff bus“. Der Personalbus hat 42 Sitze, fährt mit Diesel und hat „grantiert keine anspruchsvolle Elektronik drinnen“, damit er auch an Ort und Stelle repariert werden kann.


Und als „kleines Wunder“ wurde in Attat die nach jahrelangem Hin und Her endlich erfolgte Fertigstellung des letzen Stückes geteerter Straße direkt zum Krankenhaus bezeichnet. Damit gehört das zu Regenzeiten stattfindende Abenteuer der Zufahrt auf „glitschiger Schlammpiste“ der Vergangenheit an. Und somit ist die ganze Strecke von Attat bis nach Addis Abeba vollständig asphaltiert.