Lebendiges Vermächtnis: Andacht in Wiener Votivkirche in Erinnerung an Anna Dengel

Feier zum 46. Todestag und Abschluss des 100-Jahre-Jubiläums der Missionsärztlichen Schwestern

Am 17. April, dem 46. Todestag der Sozialpionierin Dr. Anna Dengel, fand in der Wiener Votivkirche eine feierliche Andacht zu ihrem Andenken und anlässlich des zu Ende gegangenen Jubiläumsjahres „100 Jahre Gründung der Missionsärztlichen Schwestern“ statt. Der Ort für das Gedenken, organisiert vom Verein „Freunde Anna Dengel“ und der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, war nicht zufällig gewählt. Ein Glasfenster in der Votivkirche, das sogenannte Missionsfenster, erinnert an das Leben und Wirken der Tirolerin, die eine der ersten Ärztinnen Österreichs war.

Im Rahmen der Andacht würdigte Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, das außergewöhnliche Engagement der Ordensgründerin der Missionsärztlichen Schwestern und strich die Relevanz ihrer Pionierarbeit heraus, die bis heute anhält. Pater Stefan Hengst SJ stellte die Spiritualität Anna Dengels in den Mittelpunkt und gestaltete das gemeinsame Gebet mit den Anwesenden.

Die Andacht machte eindrucksvoll deutlich, wie lebendig das Vermächtnis von Anna Dengel bis heute ist. Ihr Einsatz für Gerechtigkeit, ihre Entschlossenheit, bestehende Grenzen zu überwinden, und ihr tiefer Glaube bleiben Inspiration und Auftrag zugleich. Für die Anwesenden wurde spürbar: Die Vision Anna Dengels wirkt weiter – in konkreter Hilfe für Menschen weltweit und in der Hoffnung auf eine gerechtere Zukunft.

Missionsärztlichen Schwestern führen Dengels Werk weiter

Heute sind die Missionsärztlichen Schwestern in zahlreichen Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Europas tätig. Sie betreiben Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Ausbildungsprogramme, engagieren sich in der Gemeindearbeit und leisten Aufklärungsarbeit, etwa in den Bereichen Frauengesundheit, Prävention und soziale Gerechtigkeit. Ihr Ansatz ist ganzheitlich: Neben medizinischer Hilfe stehen immer auch Bildung, Stärkung von Frauenrechten und nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt.