Location: Region Kulmasa in Ghana

Ein Krankenhaus für Kulmasa

Es ist ein umfassendes Zukunftsprojekt, das die Missionsärztlichen Schwestern (MMS) im westafrikanischen Ghana in den kommenden vier Jahren in mehreren bereits genau geplanten Schritten Realität werden lassen wollen. Das „Kulmasa-Projekt“ in der Savannenregion im Norden Ghanas umfasst neben einer ersten kleinen Residenz für drei „Pionierschwestern“, die zusätzlich auch als Mädchenhaus genutzt werden soll, die Errichtung einer eigenen Farm und in weiterer Folge den Bau eines kleinen Krankenhauses für die Bevölkerung in der Region. Die Freunde Anna Dengel bemühen sich darum, die Umsetzung dieses integrierten Projektes tatkräftig zu unterstützen.

Besichtigung des Projektareals mit Sr. Sr. Catherine Osei (li.)

„Wir haben lange einen geeigneten Standort für diese neue Mission gesucht“, sagt MMS-Schwester Rita Amponsaa-Owusu. Die ausgebildete Pharmazeutin bildet mit zwei Mitschwestern die Pioniertruppe für das Kulmasa-Projekt vor Ort. Die MMS sind seit 1948 in Ghana tätig und führen dort unter anderem zwei große Krankenhäuser in Berekum und Techiman. Die Region um die Stadt Kulmasa mit insgesamt rund 20.000 Einwohnern ist geprägt von Armut, eine der höchsten Analphabetismus-Raten im Land und einer schlechten Gesundheitsversorgung. Die Menschen leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, Bildung und Ausbildung der vielen jungen Leute in der Region stellt „eine große Herausforderung dar.“

Um direkt mit der Bevölkerung, insbesondere mit Mädchen und Frauen, in Kontakt zu kommen und Beziehungen aufzubauen, haben die Schwestern beschlossen, als ersten Schritt zunächst direkt im Ort eine kleine Unterkunft zu errichten. Denn, so Sr. Rita, die für das Projekt eigentlich vorgesehen Fläche liegt etwa abseits und isoliert. Das Gebäude soll aber nicht nur den Schwestern als Wohnort dienen sondern auch jungen Mädchen einen sicheren Unterschlupf gewähren: Diese kommen oft aus den umliegenden Dörfern, um in der Stadt eine Schule zu besuchen und leben hier alleine. In Sachen der eigenen Mobilität - etwa für Hausbesuche - setzen die Schwestern auf drei Motorräder, die angeschafft werden sollen.

Schwester Rita Amponsaa-Owusu (Mitte) im Gespräch mit Dorfvertretern

Gesundheitsversorgung

Nach der Ankunft der Schwestern in Kulmasa wird im Projektareal mit der Errichtung einer eigenen Farm begonnen, samt Wohnsitz für den künftigen Leiter des Bauernhofes. Die Erträge aus der Landwirtschaft (Pflanzen- und Obstanbau sowie Tierhaltung) sollen später auch mithelfen, den Betrieb des Krankenhauses mitzufinanzieren. Auf der Farm sollen Menschen der Region auch in umweltfreundlichen und nachhaltigen landwirtschaftlichen Methoden unterrichtet werden. Für die notwendige Wasserversorgung werden zwei Brunnen gebohrt.

„Neben all diese Aspekten hat für die Bevölkerung eine entsprechende Gesundheitsversorgung oberste Priorität, denn derzeit schaut es da sehr schlecht aus“, erklärt Sr. Rita den Hintergrund für den Plan, ein kleines Krankenhaus zu errichten. Dieses soll etwa über entsprechende OP-Ausrüstung,  ein Labor, eine Geburtenstation, Rettungsautos und natürlich ein Personalhaus verfügen.

Der Start für die erste Phase des Projektes (Ansiedelung dreier Schwestern in Kulmasa) soll im September 2020 erfolgen. Der volle Klinikbetrieb soll im Jahr 2024 möglich werden.

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