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Holzstatue von Anna Dengel

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    Landeshauptmann Eduard Walnöfer überreicht Anna Dengel 1966 den Tiroler Ehrenring.

    Sang- und klanglos wurde dem Anna Dengel-Krankenhaus Hochzirl sein angestammter Name genommen


      Vermisst: Anna-Dengel-Krankenhaus in Hochzirl ist plötzlich verschwunden


      Der Name fehlt im Briefkopf, die Adresse im Internet verweist nur noch auf den Standort Hochzirl. Wie es scheint, ist in Tirol ein ganzes Krankenhaus verschwunden – zumindest dessen bisher angestammter Name. Vermisst wird: das Anna-Dengel-Haus in Hochzirl.

      Der Namensverlust ist offenbar die Folge der Zusammenlegung der Krankenhäuser Natters und Hochzirl zu Jahresbeginn. „Ausgerechnet im heurigen Jahr der Orden, im Jahr der Entwicklung lässt man den Namen der großen Tirolerin Anna Dengel einfach verschwinden“, erklärt Reinhard Heiserer vom Verein der Freunde Anna Dengels. Noch dazu war Anna Dengel, die viele Auszeichnungen erhalten hat, auch die erste Ehrenring-Trägerin Tirols. Um das Andenken an diese soziale und gesellschaftspolitische Pionierin gerade in ihrem Heimatland zu erhalten, dazu dient unter anderem die Namensgebung des Krankenhaus Hochzirl, Anna-Dengel-Haus.

      Dr. Anna Dengel - geboren 1892 in Steeg im  Lechtal, aufgewachsen in Hall - war um 1919 eine der ersten Ärztinnen in Tirol. Nach ihrem Medizinstudium entfaltete sie ihr Wirken im Ausland, vor allem in Indien. Sie gründete ihren eigenen, weltumspannend ärztlich tätigen Orden, die Missionsärztlichen Schwestern. Gemeinsam mit diesen baute sie weltweit 48 Spitäler auf.

      1992, anlässlich ihres 100. Geburtstags  und zwölf Jahre nach dem Tod Anna Dengels, erhielt das 1924 gegründete Krankenhaus Hochzirl den Zusatznamen Anna-Dengel-Haus.  „Es wäre mehr als mehr als bedauerlich, wenn jetzt dieser Name für ein Tiroler Krankenhaus aus nicht nachvollziehbaren Gründen wieder in der Versenkung verschwindet“, meinen viele der damals an der Namensgebung involvierten Personen.

      Immerhin erfolgte die Namensgebung auf Beschluss des Tiroler Landtages, der damit seine Ehrenringträgerin auszeichnen wollte. Dass sich mittlerweile Privatleute und Vereine mehr für das Andenken Anna Dengels einsetzen und sich für ihre Bekanntmachung engagieren, während das Land das Andenken an seine große Tochter streicht, ist aus Sicht Reinhard Heiserers, Obmann des Vereins „Freunde Anna Dengel“, nicht erklärbar.

      Er appelliert an den Landeshauptmann, den Präsidenten des Landtages und  alle Landtagsabgeordnete, dafür Sorge zu tragen, dass der Name Anna Dengel-Haus weiterhin für das Krankenhaus Hochzirl bestehen bleibt: „Anna Dengel war eine der großen Tirolerinnen. Sowohl im sozialen wie auch medizinischen Bereich hat sie Pionierarbeit geleistet. Da darf nicht nur eine Gedenktafel an Anna Dengel übrig bleiben. Statt den Namen Anna Dengels bei einem Krankenhaus zu streichen, sollten besser alle Landeskrankenhäuser Tirols in Anna Dengel-Krankenhäuser benannt werden.“

      Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Werk Anna Dengels in ihrer Heimat wieder bekannt zu machen. Zugleich werden aktuelle Projekte der Missionsärztlichen Schwestern weltweit unterstützt.


      Mehr Informationen zu und über Anna Dengel finden sich unter: www.freundeannadengel.at


      Bild:
      Landeshauptmann Eduard Walnöfer übereicht 1966 den Tiroler Ehrenring an Anna Dengel. Download hier

      Rückfragehinweis:

      Johannes Wolf, Freunde Anna Dengel, 0664/30 80 139, presse@freundeannandengel.at


      Ing. Reinhard Heiserer
      Freunde Anna Dengel
      Vorsitzender
      Püttlingengasse 5/2
      1130 Wien, Österreich
      Mobil: 0043-664-1119765
      verein@freundeannadengel.at

      www.freundeannadengel.at